Campingtour durch Italien mit Hund
Camping mit Hund,  Europareise mit Hund

Italien-Reise mit Hunden – Esel, Strände und die beste Pizza der Welt

Nachdem wir unsere Europareise nach ungefähr neun Monaten im April 2020 beendeten, verbrachten wir den Sommer wieder daheim in Österreich. Im Oktober starteten wir dann unsere Italien-Reise und hofften nochmal für ein paar Monate unterwegs sein zu können. Da ich von unterwegs aus arbeiten konnte, waren wir flexibel und fuhren in Richtung Sizilien los.

Als wir aufbrachen waren die Reisebestimmungen bezüglich Corona relativ locker und die Zahlen nicht so hoch. In Italien war zwar überall Maskenpflicht, aber wir hatten das Gefühl, dass Touristen dort willkommen sind. Erst als wir schon einige Zeit im Land waren, wurden die Bestimmungen wieder strenger und nach Regionen unterteilt. Schnell war klar, dass uns unsere Italien-Reise nicht bis Sizilien führen wird. Wir hatten aber ohnehin keinen fixen Plan und konnten uns so nach den aktuellen Regeln der jeweiligen Regionen entscheiden, wo wir hin fuhren. In diesem Beitrag möchten wir dir die Highlights unserer Italien-Reise vorstellen. Einen kurzen Überblick unserer Route siehst du hier:

Strände in Italien

Unser erstes Highlight in Italien war, endlich wieder am Meer zu sein. Nachdem wir neun Monate lang die meiste Zeit an verschiedensten Küsten und Stränden verbracht haben, haben wir das Meer in unserer Zeit zuhause doch sehr vermisst. Den wirklich schönen Strand, den ihr auf diesen beiden Fotos sehen könnt, haben wir gleich an unserem ersten Tag in Italien zwischen Bibione und Caorle entdeckt. Er lag an einem großen Wiesen-Parkplatz, der auch ein offizieller kostenloser Stellplatz für Wohnmobile ist. Dort verbrachten wir die ersten Tage und genossen das schöne Wetter.

Besonders überrascht waren wir von Pino, der in Spanien und Portugal eher Angst vor dem Meer hatte, oder zumindest nicht ins Wasser gehen wollte. An den Stränden war er meist damit beschäftigt, nach Futter und anderen interessanten Dingen zu suchen. Ableinen konnten wir ihn am Strand deshalb eher selten. In Italien war er aber plötzlich sehr am Wasser interessiert und lief immer sofort ins Meer. Er ließ sich auch super abrufen und konnte so die meiste Zeit mit Jack frei laufen. Man sah den beiden sofort an, wie sehr sie sich freuten, wieder mit dem Van unterwegs zu sein und jeden Tag Neues zu entdecken. Auch einige neue Hundefreunde haben wir getroffen.

Größere Städte wollten wir erstmal vermeiden, in den ersten Tagen und Wochen fuhren wir an der Ostküste entlang zu verschiedenen Stränden. Nur einen kleinen Abstecher machten wir ins Inland und der hat sich definitiv gelohnt.

Castelluccio di Norcia

Von Freunden aus Finnland bekamen wir den Tipp, uns Castelluccio in Umbrien anzusehen. Der Weg von der Küste nach Castelluccio sieht auf der Karte zwar nicht weit aus, dauert aber ganz schön lange. Man fährt auf fast 1500 Meter Seehöhe über enge, kurvige Straßen. Die Region wurde im Oktober 2016 von einem schweren Erdbeben getroffen das viele Häuser und ganze Dörfer zerstört hat. Man fährt durch leere Dörfer mit Häusern an denen die Schäden deutlich zu sehen sind. Auch in Castelluccio selbst sieht man zerstörte Häuser, in diesem kleinen Dorf sind allerdings viele Menschen unterwegs. Es gibt einen Stellplatz für Wohnmobile an dem man Wasser kostenlos auffüllen und entleeren kann. An diesem Parkplatz gibt es auch viele neue gebaute Restaurants und Geschäfte.

Bei unserem Spaziergang durch Castelluccio kauften wir viele regionale Lebensmittel ein. Vor allem verschiedene Linsen und Bohnen – angeblich die besten Italiens – und wirklich leckere Gewürze. Auf unserem Weg zurück zum Parkplatz kamen wir an einer großen Schafherde vorbei und genossen den wunderschönen Ausblick in das idyllische Tal.

Campen mit Eseln in Castelluccio

Den für mich absolut schönsten Schlafplatz in Italien hatten wir dann in genau diesem Tal unterhalb von Castelluccio. Neben einer Pferdekoppel gibt es einen großen Parkplatz auf dem wir die nächsten Nächte verbrachten. Als wir ankamen grasten die Pferde gerade auf der Wiese und auch das Wetter war traumhaft. Mit der Zeit kamen dann auch noch Schafherden und ein paar Mal die Schäfer und Besitzer der Pferde vorbei. Auch einige Hütehunde waren den ganzen Tag mit den Schafherden unterwegs.

Einige der Hunde waren eher scheu, andere total zutraulich, aber alle waren absolut freundlich und verträglich. Wir mussten uns also auch um Jack und Pino keine Sorgen machen. Die beiden blieben natürlich an der langen Leine oder direkt bei uns wenn sie abgeleint waren. Einer der Hütehunde besuchte uns besonders oft, ließ sich von mir streicheln, wollte kuscheln und spielte dann sogar mit Pino.

Am zweiten Tag bekamen wir dann sogar noch Besuch von den drei Eseln die sich frei im Tal bewegen. Sie standen plötzlich vor unserer Tür und schauten uns neugierig an. Die Wasserschüssel die wir für die Hunde draußen hingestellt hatten tranken sie sofort aus und warteten darauf, dass wir sie ihnen nochmal befüllen. Die Esel blieben dann für die restliche Zeit die wir auf dem Parkplatz verbrachten fast immer irgendwo in der Nähe. Sie ließen sich streicheln, tranken unser Wasser und schauten immer neugierig in den Van.

Es war das erste Mal, dass wir so direkten Kontakt mit Eseln hatten und ich war richtig fasziniert von diesen ruhigen und neugierigen Tieren. Diese Begegnung war einer der vielen Gründe, warum Castelluccio für mich eindeutig das Highlight unserer Italien-Reise war.

Ganz in der Nähe von unserem Schlafplatz gibt es auch einen Pinienwald, der in der Form Italiens angelegt ist. Das gesamte Tal ist wunderschön und absolut idyllisch, man hat das Gefühl in einer völlig anderen Welt zu sein.

Keine Italien-Reise ohne Pizza

Nach diesen wunderschönen Tagen im Inland fuhren wir von der Ostküste Italiens an die Westküste nach Neapel. Große Städte und Menschenansammlungen wollten wir zwar vermeiden, die beste Pizza der Welt wollten wir uns auf unserer Italien-Reise aber trotzdem nicht entgehen lassen. Deshalb suchten wir uns einen Parkplatz in Neapel, wo wir für zwei Stunden parken und einen kurzen Spaziergang durch die Stadt machen konnten. Neapel selbst hat uns nicht besonders gut gefallen, es war sehr vermüllt und auch das Autofahren in Neapel ist nicht gerade einfach. Die Regeln auf den Straßen Italiens scheinen generell etwas anders zu sein als bei uns. Aber in Neapel kam uns das nochmal deutlich schlimmer vor.

Aber dort schlafen oder uns länger in der Stadt aufhalten wollten wir ohnehin nicht. Wer den Film Eat, Pray, Love kennt oder schonmal beste Pizza der Welt gegoogelt hat kennt vielleicht das Restaurant L’Antica Pizzeria da Michele. Wir hatten vorher online gelesen, dass es passieren kann, dass man sich mehrere Stunden anstellen muss um dort eine Pizza zu bekommen. Wir hofften aber, dass es durch die Jahreszeit und Corona etwas ruhiger ist. Zum Glück mussten wir nicht lange warten, da wir uns die Pizza ohnehin mitnehmen wollten. Mit Jack und Pino als Pizza-Begleitschutz gingen wir dann zurück zum Parkplatz wo wir im Van die weltbeste Pizza probierten.

Die Pizzeria sieht unscheinbar aus und die Pizza ist trotz der Bekanntheit echt günstig. Dass es die beste Pizza der Welt ist können wir jetzt bestätigen. Sie war wirklich unglaublich lecker und ich würde mir jetzt beim Schreiben und Durchsehen der Fotos am liebsten sofort eine holen. Damit auch du beim Lesen ein bisschen Hunger bekommst – hier ein paar Fotos der leckeren Pizzen unserer Italien-Reise. 😉

Weiter an die Amalfi-Küste

Von Neapel fuhren wir weiter an die Amalfi-Küste. Wir fuhren an der wunderschönen Küstenstraße entlang und besuchten die Stadt Amalfi. Dort kauften wir einige Souvenirs und kamen dabei sogar ins japanische Fernsehen, oder zumindest in irgendeinen japanischen Beitrag der dort gerade gefilmt wurde. Als wir gerade den leckeren Limoncello in einem Geschäft probierten, kam das Filmteam und fragte, ob sie uns dabei filmen dürften. Neben Pizza ist (eisgekühlter) Limoncello übrigens eine weitere unserer kulinarischen Empfehlungen für eine Italien-Reise.

Wir hatten Glück, die Amalfi-Küste an diesem Tag besucht zu haben. Denn am nächsten Tag wurde diese Region plötzlich zur roten Zone erklärt.

Langsam zurück in Richtung Österreich

Da immer mehr Regionen im Süden Italiens zu einer orangen oder roten Zone erklärt wurden (was bedeutet, dass dort touristische Reisen nicht mehr erlaubt sind) fuhren wir an der Westküste wieder langsam in Richtung Österreich. Die Region um Rom blieb weiterhin grün. Deshalb verbrachten wir dort noch einige Tage und suchten uns noch ein paar schöne Strandplätze. Wir hatten keine besonderen Ziele, aber es war schön einfach wieder im Van unterwegs sein zu können. Wir warteten auch noch auf besonderen Besuch von unseren Freunden aus Deutschland mit denen wir im Frühjahr 2020 viel Zeit in Portgual verbracht haben.

Italien-Reise mit Hunden

Da sie auch schon auf dem Rückweg waren, verbrachten wir nur ein paar Tage gemeinsam. Danach fanden wir nochmal einen wirklich praktischen Stellplatz in der kleinen Stadt Montefiascone. Bei einem Weinhändler darf man kostenlos stehen und hat sogar gratis Strom, wenn man dort einkauft. Der Stellplatz selbst ist nur ein asphaltierter Parkplatz an einer größeren Straße. Man kann aber in die schöne Stadt spazieren in der es auch einen sehr schönen Park gibt von dem aus man eine tolle Aussicht hat.

Nachdem wir uns dort also noch mit Wein eingedeckt hatten, ging es weiter in den Norden. Dort wurde es dann ziemlich schnell sehr kalt und regnerisch. So entschieden wir uns dann unsere Italien-Reise zu beenden und wieder zurück nach Hause zu fahren. Italien verabschiedete uns am letzten Tag noch mit Schnee, worüber Jack sich sichtlich freute. Er wollte gar nicht mehr einsteigen während Pino nicht raus in die Kälte wollte.

Schnee in Italien

Italien-Reise trotz Corona

Wir haben vor der Abfahrt überlegt, ob es eine gute Idee ist unsere Italien-Reise trotz Corona zu starten. Wie schon erwähnt hielten sich die Fallzahlen zu der Zeit aber in Grenzen. Es gab keine Reisebeschränkungen und wir waren flexibel was die Route und die Reisedauert betrifft. Also entschlossen wir uns dazu, es einfach zu versuchen. Diese Entscheidung bereuen wir auch nicht, es war eine wirklich schöne Zeit. Da wir Menschenansammlungen mit Jack und Pino ohnehin vermeiden und uns an alle Hygiene-Maßnahmen hielten gefährdeten wir so auch niemanden. Auch die Menschen in Italien waren immer sehr freundlich und schienen sich über Touristen zu freuen.

Mein Fernweh und die Lust nochmal nach Italien zu fahren ist jetzt definitiv wieder geweckt, für uns wird es aber erstmal keine längere Reise mehr geben. Wir haben aber andere Abenteuer geplant von denen wir bestimmt auch bald berichten werden.

Jack´s Lieblingsprodukte (*)

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