spontane Planänderungen
auf Reisen,  Europareise mit Hund

Die Freiheit spontaner Planänderungen

Was uns an dem Plan für unsere Europareise von Anfang an am besten gefallen hat, war wie frei und spontan wir reisen können. Wir haben uns zwar eine grobe Route mit Ländern, die wir gerne sehen würden überlegt, aber nie irgendwelche fixen Stationen festgelegt. Es gibt keinen Zeitplan, an den wir uns halten müssen und niemanden der uns zu irgendetwas drängt. Uns war von Anfang an klar, dass wir nicht wissen, ob wir Wochen, Monate oder Jahre unterwegs sein werden und dass es viele spontane Planänderungen geben wird. Diese Unsicherheit und Freiheit macht das Ganze für uns noch viel schöner und spannender.

Freiheit spontaner Planänderungen

Die Möglichkeit für spontane Planänderungen haben wir bisher auch schon oft genug genutzt. Als wir im Norden Schwedens waren, entschieden wir uns kurzfristig das Weihnachtsmanndorf in Finnland, sowie das Nordkap und Senja in Norwegen zu besuchen. Auch sonst machten wir viele kleine, ungeplante Abstecher zu schönen Orten, die wir bei einer fixierten Route wahrscheinlich nie gesehen hätten.

Spontane Planänderungen – nicht immer ganz freiwillig

Nach unserem einwöchigen Aufenthalt auf den Lofoten wollten wir eigentlich an der Westküste Norwegens nach Süden fahren. Auch hier kam es wieder zu einer spontanen Änderung unserer Route, wenn auch diesmal nicht ganz freiwillig. Viele von euch haben uns auf Facebook und Instagram vor der Hundekrankheit in Norwegen gewarnt. Auch wir selbst haben sehr schnell davon gelesen und waren ziemlich verunsichert. Als Anfang September die ersten Krankheitsfälle in Oslo auftauchten, waren wir gerade auf der Höhe Bodø, also zum Glück noch sehr weit nördlich in Norwegen. Obwohl wir wussten, dass auf Facebook viel Panikmache betrieben wurde, wollten wir kein Risiko eingehen.

Auch wenn sich mittlerweile herausgestellt hat, dass die Hundekrankheit nicht besonders ansteckend ist, wollten wir dem Risikogebiet großräumig ausweichen. So entschieden wir uns dafür, die Grenze nach Schweden zu überqueren und anstatt an der Westküste Norwegens, an der Ostküste Schwedens nach Süden zu fahren. Auf diese Weise konnten wir noch viele wunderschöne Orte in Schweden entdecken. Da wir nichts fix geplant oder gebucht hatten, war diese Änderung der Route problemlos möglich. Ein paar Tage später erfuhren wir außerdem, dass es in Norwegen schon geschneit hatte. Da wir keine Winterreifen haben, hätte das zu einem ziemlichen Problem werden können.

Die Reiseroute vom Wetter bestimmen lassen

Nach Schweden ging es für uns wieder über Dänemark nach Deutschland. Von Deutschland aus wollten wir nach unserer ursprünglichen Planung eigentlich über Holland, Belgien und Frankreich nach Spanien fahren. Wir wollten uns die Normandie und die Bretagne in Frankreich ansehen und uns auf dem Weg in den Süden noch Zeit lassen. Da es seit wir in Dänemark waren nun aber schon über eine Woche fast nur geregnet hat, steht auch hier wieder eine Planänderung an.

spontane Planänderung durch Regenwetter

Wir haben nach zwei Monaten im kühlen Skandinavien und einer Woche Dauerregen mittlerweile genug von dem nasskalten Wetter und wollen in die Sonne. Deshalb werden wir nach ein paar weiteren Tagen in Deutschland auf möglichst direktem Weg nach Spanien fahren. Holland, Belgien und der Norden Frankreichs müssen fürs erste warten, für uns geht es jetzt ab in den Süden. Wo genau wir fahren werden, wissen wir noch nicht, wahrscheinlich von Köln aus durch Luxemburg und dann einmal quer durch Frankreich. Das ist für uns die bisher größte Änderung unserer Reiseroute und wir sind schon gespannt, was uns erwartet.

spontane Planänderung durch kaltes Wetter

Wohin es nach unserer Zeit in Spanien und Portugal geht, haben wir ja von Anfang an offen gelassen, auch das wird wieder eine sehr spontane Entscheidung werden. Wir wissen bisher weder wann, noch wohin wir von Spanien aus weiterfahren.

Spontan reisen – Freiheit und Entspannung pur

Vor unserer Europareise wollte ich eigentlich alles genau planen. Ich hätte gerne die Route genau festgelegt und alles im Vorhinein erledigt. Irgendwie fehlte dann aber immer die Zeit und wir legten nur eine grobe Route fest. Jetzt wo wir mitten drin sind, kann ich sagen, dass das die beste Entscheidung überhaupt war! Durch das spontane Reisen konnten wir so viele schöne Orte entdecken und waren nie im Stress. Wir mussten uns nicht an irgendwelche Zeitpläne halten. Wenn es uns an einem Ort gut gefallen hat, sind wir geblieben. Und wenn nicht, sind wir einfach weitergefahren. Wir können uns einfach treiben lassen und die Route täglich neu bestimmen.

Was sagst du zu unserer Art zu Reisen? Lässt du dich wenn möglich auch gerne treiben und schaust einfach, wohin dein Weg dich führt? Oder planst du lieber jeden Tag deines Urlaubes genau durch? Wir freuen uns über deine Meinung in den Kommentaren. 🙂

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13 Kommentare

  • Miriam

    Die Spontanität ist eines der Dinge, die mir am meisten gefallen am Reisen. Daheim bin ich total strukturiert und plane gerne und alles. Und vor allem beim Soloreisen weiß ich meistens nicht, wo ich morgen bin. Und man entdeckt so schöne Orte! (Senja zum Beispiel, wobei ich da bewusst hingefahren bin ;-))

  • Steffi

    Huhu,

    na das klingt ja aufregend. Toll finde ich auch, das einige Fotos im Beitrag sind, dann macht das durchlesen der Beiträge mehr Spaß!

    Spontanität beim Urlaub… hm, selten! Bei mir ist zumindest das grobe schon genau geplant 😀

    LG
    Steffi

  • Tanja L.

    Ungefähr so war es auch, als wir in meiner Kindheit mit dem VW Bus unterwegs waren. Das Land war fix, der erste Ort auch, aber als es dann in die Türkei ging, wussten meine Eltern nicht, wo wir landen würden. Ich finde eine solche Freiheit wirklich wunderbar und beneide euch ein wenig, dass ihr dem kalten Herbst hier entfliehen könnt.

  • Manja

    Oh ich liebe Norwegen, wir waren dieses Jahr im Juli/August da und konnten am Sognefjord sogar baden gehen.
    Das Land ist sooo toll, ans Nordkap will ich auch noch einmal.
    Dein Bericht ist echt toll.

    LG Manja

  • Svenja

    Wir haben es genau so gemacht als wir vor ein paar Jahren eine kleine Rundreise an der Westküste von Amerika machten. Ein paar Orte wollten wir unbedingt sehen, andere haben wir durch Zufall entdeckt und sind teilweise dort dann auch länger geblieben als geplant weil es uns so sehr gefiel.

    Hey, wünsche euch noch ganz viel Spass! Die Reise die ihr macht hört sich richtig toll an!!

  • Jana

    So eine Reise würde ich auch gern mal machen, einfach drauf los und so viel von der Welt sehen! Von der Krankheit hab ich eben zum ersten Mal gelesen, aber da wäre ich auch vorsichtig gewesen.

    Liebe Grüße
    Jana

  • Dr. Annette Pitzer

    Die Möglichkeit den Reiseplan zu ändern macht eine Reise erst spannend, oder? Auch bei einem Plan kann immer etwas Unvorhergesehenes dazwischenkommen und die vermeintliche Sicherheit aushebeln.
    Alles Liebe
    Annette

  • Busymamawio

    Das finde ich total cool, dass ihr die Freiheit habt, eure Reise zu ändern. Da wir noch viele Jahre mit kleinen Kindern unterwegs sein werden, muss das ganze etwas besser geplant sein. Aber ihr seid ja dafür perfekt ausgerüstet 🙂
    Übrigens würde mich die Astrid Lindgren Ausstellung ebenfalls sehr interessieren!
    Viele Grüße
    Wioleta

  • Alice Christina

    Ich finde diese Freiheit richtig toll! Wir waren letztes Jahr für 3 Wochen in Amerika – hierfür haben wir zwar vorab alles gebucht. Aber nächstes Jahr möchten wir unbedingt noch an die Westküste. Dafür haben wir auch schon gesagt, dass wir spontan buchen möchten, und zwar vor Ort 🙂 Ich finde die Freiheit dahinter einfach toll, spannend und atemberaubend. Eine Unsicherheit seh ich da tatsächlich etwas weniger – einfach weil ich mir denke, man findet immer irgendwo eine Bleibe 😀

    Eure Route klingt jedenfalls auch super spannend!

    Liebe Grüße,
    Alice Christina von http://www.alicechristina.com

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